Vollmacht Unterschrift

Vollmacht Unterschrift

 

Mit der Unterschrift unter einer Vollmacht, kann man jemandem die „Erlaubnis“ erteilen für eine bestimmte Zeit oder in einem bestimmten Fall im eigenen Namen zu handeln. In manchen Fällen kann es aber sein, dass der Bevollmächtigte seine „Grenzen“ überschreitet. Trotzdem können solche Aktionen teilweise gültig sein. Geht es dabei um „einseitige Rechtsgeschäfte“ bei denen der Vollmachtgeber durch seine eigene „Willenserklärung“ einen Vertrag abschließen, anfechten oder kündigen kann, sind diese grundsätzlich unwirksam, wenn sie nicht in der Vollmacht enthalten sind.

Bei Verträgen in denen der Vertreter seine Grenzen überschritten hat, gilt jedoch, dass sie „schwebend wirksam“ sind. Sie gelten in soweit als „gültig“ benötigen jedoch noch eine weitere Bestätigung bzw. eine Ergänzungsvollmacht vom Vollmachtgeber. Diese kann dann im „Bedarfsfall“ auch nachträglich erteilt werden. Gerade für Bevollmächtigte kann so ein Schritt aber ziemlich unangenehm werden. Stellt sich nach der Unterschrift unter so einem Vertrag heraus, dass der Vollmachtgeber nicht bereit ist seine Vollmacht zu ergänzen, kann der „Vertragspartner“ den Vertreter selbst haftbar machen und von diesem auch Schadensersatz fordern.

Wird in einer Vollmacht nicht eingetragen, das sie nur befristet gültig ist, so kann man als Vollmachtgeber in manchen Fällen dazu gezwungen diese Vollmacht vom Bevollmächtigten zurück zu fordern, wenn man sie widerrufen möchte. Das ist aber nicht immer ohne weiteres möglich. Es kann ja schließlich immer auch sein, dass sich der Bevollmächtigte weigert, diese Vollmacht herauszugeben. Mit einem schriftlichen Widerruf dieser Vollmacht wird diese zwar unwirksam, kann aber immer noch „missbraucht“ werden. Um dieses „Risiko“ in so einem Fall zu umgehen, kann man bei einem Gericht eine „Nichtigkeitserklärung“ beantragen. Dabei wird dann bei Gericht und öffentlich bekannt gegeben, dass diese Vollmacht ungültig ist.

Als Vollmachtgeber ist man dann nicht mehr für die „Ergebnisse“ des Missbrauchs haftbar, falls doch einer stattfindet. Eine „Kraftloserklärung“ durch ein Amtsgericht wird jedoch erst einen Monat nach der Veröffentlichung wirksam. Zudem kann es vorkommen, dass der Vollmachtgeber aus rechtlichen Gründen eine Vollmacht nicht widerrufen kann. In solchen Fällen ist die Krafterklärung selbst auch unwirksam. Bsp. Eine entmündigte Person widerruft die Vorsorgevollmacht, die vorher an jemanden vergeben wurde.